Samstag, 11. März 2017

Der Powerzwerg unter den Staubsaugern

Ich habe mich bei den Media Markt Testpiloten beworben und durfte den Kärcher VC5 Premium Staubsauger testen.


Als der Postbote das Paket geliefert hat, dachte ich nur "Was in dem kleinen Karton soll ein Staubsauger sein?" Eigentlich unmöglich. Aber doch, es war ein Staubsauger darin. 


Also das kann eigentlich nur ein kleiner Akkusauger sein, oder eine Bastelpackung.


Das Basteln hielt sich zum Glück in Grenzen. Eine bebilderte Anleitung war auch dabei.



Sehr interessiert ist auch meine Katze, aber eigentlich nur an dem Karton.

Die Anleitung ist in allen erdenklichen Sprachen verfasst. Die deutsche Anleitung umfasst 2 Seiten, Die wichtigsten Schritte sind in meist gut verständlichen Bildern dargestellt. 


Und so sieht der Staubsauger aus, wenn er fertig ist. Irgenwie ein Staubsauger für Zwerge, aber nein, es gibt ein Teleskoprohr mit mehreren Stufen. Damit könnte auch ein 1,90 m  großer Mann oder auch mein Sohn bequem staubsaugen.


 Das Ganze sieht dann so aus. 


Die Katze ist nach wie vor begeistert.

Die Farbe von dem Staubsauger ist übrigens schwarz weiß mit einem Streifen in dem typischen Kärcher gelb kombiniert.

Kann so ein kleiner Staubsauger überhaupt etwas wegsaugen? Ja das kann er, und das wie verrückt. Dieses kleine Monster ist ein wirklicher Powerzwerg. Die Saugleistung auf glatten Böden ist vom Hersteller mit der Note A angegeben. Dies kann ich wirklich bestätigen. 

Es gibt 4 Saugstufen. Stufe 1 ist sehr leise, stört nicht beim Fernsehen und interessiert die Katze auch überhaupt nicht. Trotzdem reicht sie um die Krümel vom Küchenboden zu saugen. Stufe 2 für die Katzenhaare ist schon etwas lauter. Den Teppich habe ich auf Stufe 2 oder probeweise auf mal auf 3 gesaugt. Bei 3 wird es schon unangenehm und schlecht verlegtes Laminat hebt sich vom Boden.

Achtung: Die Stufe 4 sollte man nur verwenden, wenn Besuch kommt, den man schnell wieder loswerden will (Schwiegermutter, Gerichtsvollzieher etc.) oder bei der Beseitigung von Naturkatastrophen.

Die Lautstärke des Geräts wird mit 77dB angegeben, ohne nähere Beschreibung bei welcher Saugstufe.

Der Verbrauch dieses kleinen Monsters wird mit 20 kWh pro Jahr angegeben, das entspricht Klasse A, wobei natürlich der eine mehr und der andere weniger oft staubsaugt.

Die Bodendüse kann man mit einem Kipphebel (Fussschalter) von Hartböden auf Teppichböden umschalten.

Als Zubehör gibt es eine Polsterdüse, eine Fugendüse und einen Möbelpinsel. Diese sind praktisch für das Saugen von Treppenstufen, Sessel, Kratzbaum usw.




Das Kabel ist sehr lang. Ich kann oben im Flur einstecken und die ganze Treppe und den halben Flur saugen, ohne das ich die Steckdose wechseln muss.

Staubsaugerbeutel braucht man auch nicht mehr kaufen. Das Gerät verfügt über eine Filterkartusche mit Hauptfilter und Langzeitfilter. Den Hauptfilter soll man nach jeder Anwendung leeren, den Langzeitfilter alle 5 Monate (je nach Nutzung).

So sieht es dann aus, wenn der Filter voll ist.


Mein Fazit: So klein dieser Staubsauger ist, so riesig ist seine Saugkraft. In dieser Hinsicht ist der Staubsauger wirklich überzeugend.

Vorteile: - Geringer Stromverbrauch
               - Hervorragende Reinigungskraft
               - langes Kabel
               - keine Beutel kaufen
               - passt in die kleinste Abstellkammer oder in das Billy                        Regal
               - Gewicht nur 3,2 kg
               - leise
               - Treppen saugen ist sehr einfach
               - schlecht zugängliche Ecken (zwischen Sofa und                                Couchtisch, unter dem Bett etc.) lassen sich leicht                            reinigen



Nachteile: - Der Staubsauger kann nur abgestellt werden in der Parkposition, also wenn das Teleskoprohr ganz eingefahren ist. Dann hält ein Magnet den Staubsauger in Position. Ansonsten fällt er durch seinen hohen Schwerpunkt schnell um, auch wenn man ihn gegen die Wand lehnt. Also beim Pause machen, den Staubsauger einfahren oder hinlegen.

                 - Das lange Kabel hat man dauernd irgendwo im Weg liegen oder man schleppt es hinter sich her, das finde ich lästig und bietet Unfallgefahren.

               - Der Filter muss oft gewechselt erden. Bei mir war nach i Wohnzimmer, Küche, Flur, Kratzbaum und Sessel der Filter voll. Ich finde den Filterwechsel fummelig, obwohl er in der Anleitung als einfach beschrieben wird. Also das liegt vielleicht auch an mir, oder man muss einfach ein wenig üben.

               - Das komplette Gewicht des Staubsaugers liegt die ganze Zeit auf dem Handgelenk, das wird nach einiger Zeit unangenehm. Über die Türschwellen muss man das Gerät heben.


Kaufempfehlung: Ja, aber mit Einschränkungen. Wer eine kleine Wohnung hat, mit zumeist glatten Böden, wird von diesem Staubsauger begeistert sein. Einmal schnell durchsaugen, Küchenschrank auf, Staubsauger weg und fertig. Wir freuen uns über die kleine Stromrechnung, müssen keine Beutel kaufen und die Kinder könne weiter fernsehen.

Wer ein großes Haus hat, dem wird nach der Zeit der Arm lahm. Und immer nach zwei Zimmern den Filter ausleeren ist auch lästig. Außer das Haus ist so groß, das man einen Staubsauger auf jeder Etage hat. Für mich ist der alte Rollendackel vielleicht doch noch ein wenig bequemer. Der kleine Powerzwerg wird nun vermehrt im Bereich Flur, Treppe und im Zimmer meiner Tochter seinen Einsatz finden.

Wenn mein Sohn auszieht, möchte er den Staubsauger unbedingt mitnehmen, er war restlos begeistert von dem Gerät.

Ich bedanke mich bei Medion, die mir diesen tollen Staubsauger kostenlos zu Testzwecken zur Verfügung gestellt haben.

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